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Rentenmärkte: Nicht nur Griechenland bereitet Marktakteuren Sorgen


08.07.2015 - 08:49:18 Uhr
National-Bank AG

Essen (www.anleihencheck.de) - Die Teilnehmer sowohl am Treffen der Finanzminister der Eurogruppe als auch später der Staats- und Regierungschefs dürften gestern vom täglichen Murmeltier begrüßt worden sein: Man möchte mit viel gutem Willen mit den griechischen Vertretern über Reformvorschläge diskutieren, um in der Nachspielzeit doch noch eine Lösung zu finden, so die Analysten der National-Bank AG.

Und, was hätten die Griechen an schriftlich ausgearbeiteten Vorschlägen dabei? Nichts. Heute werde der griechische Ministerpräsident noch vor dem Europäischen Parlament sprechen. Es sei sehr wahrscheinlich, dass er vor allem um Verständnis für die Situation in Griechenland sowie seine Position werben wolle. Doch letztlich werde man die Frage stellen müssen, wer an der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit des Landes, der nicht funktionierenden (Steuer-) Verwaltung, an Vetternwirtschaft usw. die Hauptschuld trage. Das seien sicher nicht die Partnerländer. Das habe das Land allein zu verantworten. In die Verantwortung der Geldgeber falle, dass man das Land lange Jahre durchfinanziert habe und nicht früh genug mit ernsthaften Konsequenzen gedroht habe, wenn Regeln nicht eingehalten sowie entsprechende Maßnahmen durchgeführt würden.

Die griechische Regierung müsse bis Donnerstag bzw. Freitagmorgen - da gebe es unterschiedliche Aussagen - ein komplettes Maßnahmenpaket schriftlich ausgearbeitet haben, über das die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union am Sonntag entscheiden würden. Dass jetzt die EU28 an Bord sein werde, deute daraufhin, dass im Falle einer Zustimmungsverweigerung gleich über das weitere Vorgehen innerhalb der Europäischen Union diskutiert werde. Es sehe ganz danach aus, dass am kommenden Sonntag tatsächlich die seit Monaten aufgeschobene Weichenstellung für die Zukunft des Euroraums/der EU vorgenommen werde. Man könne nur hoffen, dass diese Botschaft bei dem griechischen Ministerpräsidenten angekommen sei.

Ob es das Land bis dahin überhaupt schaffen werde, hängte von den vorhandenen Bargeldbeständen der Banken ab. Eine Bankenöffnung ab Donnerstag, wie es einmal avisiert worden sei, sei sehr unwahrscheinlich. Denkbar sei eher, dass der maximal abhebbare Betrag von 60 Euro/Tag noch einmal gesenkt werde, sofern überhaupt noch genügend kleine Banknoten vorhanden seien.

Griechenland sei aber nicht mehr das einzige Thema, das den Marktakteuren Unbehagen bereite: Der anhaltende Absturz der chinesischen Aktienmärkte bereite im Hinblick auf die Auswirkungen auf die dortige Realwirtschaft ebenfalls Sorgen. Da vor allem Kleinanleger, häufig auf Kredit, engagiert seien, bestehe das Risiko, dass die Realwirtschaft über den Konsum leiden könne. Allerdings sei der Anteil des Konsums am BIP in China deutlich geringer als in der westlichen Welt. Dennoch könnte eine Stimmungsverschlechterung bei den Verbrauchern die Wachstumsdynamik der chinesischen Wirtschaft verlangsamen.

Ansonsten sei vor allem das Protokoll der letzten FOMC-Tagung zu beachten. Von großem Interesse sei, ob bereits eine deutliche Mehrheit der FOMC-Mitglieder für die Leitzinswende in nächster Zeit eintrete.

Der Bund-Future (ISIN: DE0009652644, WKN: 965264) dürfte heute Morgen etwas leichter eröffnen. Im Tagesverlauf dürfte er wieder zulegen. Die Aufstockung der 10-jährigen US-Treasuries könnte gegen Abend belasten. Am Interessantesten werde es jedoch, ob und wie die geplante Geldmarktemission Griechenlands platziert werden solle. Eigentlich könne diese Papiere niemand mehr kaufen, so dass die Refinanzierung der am Freitag fälligen Tranche sehr schwierig werde. Der Bund-Future sollte sich zwischen 152,60 und 154,30 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte sich zwischen 2,13 und 2,32% bewegen. (08.07.2015/alc/a/a)



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