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DAX, die Gefahr des „Topbildungsprozesses“


28.08.2017 - 08:46:15 Uhr
DZ BANK

Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der DZ Bank berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:

Im Vorfeld der Ansprachen der wichtigsten Notenbanker im Rahmen der Konferenz in Jackson Hole zeigte sich der deutsche Blue Chip Index auch am Freitag zunächst von einer wenig dynamischen Seite. Erst mit der positiven Handelseröffnung der Wall Street am Nachmittag stellten sich deutlichere Zukäufe auch beim DAX ein. Die Tagesgewinne konnten dann jedoch nicht verteidigt werden, so dass der entscheidende charttechnische Befreiungsschlag erneut nicht erzielt werden konnte.

Insgesamt stellt sich damit die charttechnische Ausgangslage gegenüber dem Vortag unverändert dar. Nach der Verteidigung der charttechnischen Unterstützung um 11.940 Punkte zu Anfang August etablierte sich ein Impuls in Richtung des charttechnischen Widerstands um 12.320 Punkte. Unterhalb des Widerstands ist weiterhin der mittelfristige Abwärtstrend vom 20. Juni als intakt zu bezeichnen. Hierdurch ergibt sich für den DAX das erhöhte Risiko, dass mit dem aktuell ungünstig zu interpretierenden zyklischen Umfeld die 200 Tage-Linie (akt. bei 11.995 Pkt.) einem erneuten Test unterzogen wird. Strategisch wäre ein nachhaltiges Unterschreiten dieses wichtigen Durchschnitts als recht negativ zu werten.

Gelingt demgegenüber ein Durchbruch über den Bereich des letzten Reaktionshochs um 12.320 Punkte, lässt sich noch einmal ein weiteres Anschlusspotenzial bis 12.675 Punkte ableiten. Die Gefahr der Herausbildung eines übergeordneten "Topbildungsprozesses" wäre jedoch auch in diesem günstigen Fall nicht vom Tisch.

"DAX, die "Flaggen"-Konsolidierungsbewegung".

Lesen Sie auch den Artikel der Helaba-Eixperten sowie den Artikel "DAX, die Verbesserungstendenzen" und "DAX, er schafft es nicht".

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