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Bitcoin ETF: Entscheidung erneut verschoben


29.05.2019 - 15:30:00 Uhr
derivatecheck.de

Münze mit Bitcoin-Zeichen

Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Der von VanEck und SolidX gestellte Antrag für einen Bitcoin-ETF wurde neuerlich verschoben. So hat die United States Securities and Exchange Commission (kurz: SEC), die US Börsenaufsicht, am 20. Mai mitgeteilt, die Entscheidung werde am 19. August präsentiert. Für Marktbeobachter war das keine Überraschung - der Großteil hat damit gerechnet, dass die SEC den Antrag neuerlich verschieben wird.

Was ist ein ETF?


Die Vorteile, die ein ETF mit sich bringt, sind unschlagbar: Bei einem ETF, also einem börsengehandelten Indexfonds, handelt es sich um einen Fonds, der Eigentumsrechte von einem zugrundeliegenden Vermögenswert hält - das können etwa Aktien, Gold aber auch digitale Währungen, wie etwa der Bitcoin, sein. Besitzt der Fonds etwa eine Tonne Gold, das zu jedem Zeitpunkt auch den tatsächlichen Wert des Goldes hat, können sodann Anteile ausgegeben werden, die genau diesen Preis haben, der im Verhältnis zum Vermögenswert steht. In diesem Fall besitzen die Anleger aber nicht das Gold, sondern nur Anteile an der Gesellschaft, die das Gold besitzt.

Ein ETF kann daher, vor allem aus technischer Sicht, als ein marktfähiges Wertpapier bezeichnet werden, da hier finanzielle Vermögenswerte wie Indizes, Anleihen, Fonds oder auch Rohstoffe nachgebildet werden.

Frisches Kapital würde den Markt stärken


Der Bitcoin hat Stärken und Schwächen - besonders interessant ist jedoch der Umstand, dass die größte Stärke auch die größte Schwäche darstellt: Bitcoins befinden sich immer unter Kontrolle des Eigentümers, da nur dieser einen Private Key hat, um in weiterer Folge auf die Coins zugreifen zu können. Das heißt, nur der Eigentümer des kryptographisch verschlüsselten Codes kann die Bitcoins versenden oder gegen Fiatgeld umtauschen. Eine Drittpartei, beispielsweise die Bank, wird so überflüssig. Verliert man jedoch den Private Key, so hat man auch keinen Zugriff mehr auf seine Bitcoins - diese sind somit unwiderruflich verloren.

Jedoch stellt der Bitcoin durch die technologischen Vorteile, die die Dezentralität mit sich bringt, sowie auch den Umstand, dass der Bitcoin als "Krisenwährung 2.0" gesehen wird, eine durchaus interessante Möglichkeit dar, wenn es darum geht, sein Geld gewinnbringend anlegen zu wollen. Dass ein Investment-Unternehmen, das mitunter Millionen US Dollar von Kundengeldern betreut, den Private Key verlieren könnte, mag eine nicht zu unterschätzende Gefahr sein, wobei das Risiko mit dem ETF ausgeschaltet werden könnte.

Das heißt in weiterer Folge auch, die Genehmigung eines ETF könnte auch zugleich der Startschuss für institutionelles Geld sein - frisches Kapital, das auch benötigt wird, wenn der Kryptomarkt noch stärker werden soll.

Am 19. August fällt die Entscheidung


Warum die SEC jedoch zögert? Einerseits liegt es an der extremen Volatilität, andererseits auch an den technischen Sicherheitslücken. Schon im Januar des vergangenen Jahres hat die SEC klar gemacht, dass der Fonds die Aufgabe hat, den Wert der Bitcoin-Vermögenswerte gegen die Volatilität zu schützen. Zudem muss die Liquidität für die Anleger gewährleistet werden und die Anteile müssen auch zu jeder Zeit rückzahlbar sein. Von Seiten der SEC wurde auch erwähnt, man sei dahingehend kritisch, wenn es um die sicheren Verwahrdienste für die Vermögenswerte sowie Private Keys gehen würde.

In den Augen der SEC seien der noch immer bestehende Mangel an Regulierung, das mangelnde Wissen der Anleger und auch die Möglichkeiten der Marktmanipulationen problematische Bereiche, sodass am Ende nur eine weitere Verschiebung der Entscheidung über den Antrag möglich war. Am 19. August soll aber endlich eine Erklärung folgen - ein besonders wichtiges Datum für all jene, die ihr Geld in den Kryptomarkt investiert haben oder demnächst Kryptowährungen kaufen wollen.

Wie wird der Bitcoin reagieren?



Fragezeichen auf kleiner Tafel

Die Vertagung der Entscheidung, die von den Experten erwartet wurde, hatte zudem auch keinerlei Auswirkungen auf den Preis des Bitcoin. Nach einer kurzen Korrektur konnte die Kryptowährung wieder über die 8.000 US Dollar-Marke springen - aktuell befindet man sich im Bereich der 8.800 US Dollar.

Eine Genehmigung oder auch Ablehnung des Antrages könnte aber massive Auswirkungen auf die Kurse des Bitcoin und der Altcoins haben. Genehmigt die SEC den Bitcoin-ETF, so wird es wohl zu einer weiteren Rally kommen; bei einer Nichtgenehmigung folgt wohl ein Einbruch. (29.05.2019/dc/a/g)
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