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DAX: Saisonale Bremsklötze - Chartanalyse


11.06.2018 - 09:57:14 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Traditionell stellen die Sommermonate für die Weltbörsen nicht die beste Marktphase dar, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Zu dieser allgemeinen Aussage passe der US-Präsidentschaftszyklus, der im typischen Verlauf des Zwischenwahljahres von Juni bis September eine volatile Entwicklung unterstelle. Von Ende August bis Ende September drohe im Durchschnitt sogar eine deutliche Schwächephase des Dow Jones (ISIN: US2605661048, WKN: 969420). Während für die USA saisonale Untersuchungen regelmäßig vorlägen, würden diese für unseren heimischen Markt oftmals fehlen. Diesen "Makel" wollten die Analysten nun beheben, indem sie die Wertentwicklung der aktuell zehn größten DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900)-Werte (SAP, Siemens, Bayer, BASF, Allianz, Daimler, Dt. Telekom, adidas, Linde und Dt. Post) im Zeitraum vom 1. Juni bis 30. September auf den Prüfstand stellen würden. Um unter saisonalen Aspekten einen Vergleich über einen gesamten Marktzyklus mit Aufschwung-, Baisse- und Seitwärtsphasen zu haben, würden sie bei der Analyse die Jahre 2000 bis 2017 heranziehen. Das wichtigste Ergebnis vorweg: Gemessen an der durchschnittlichen Kursentwicklung seit Beginn des Jahrtausends hätten die DAX-Schwergewichte eine herausfordernde Zeit vor sich. Nur drei von zehn Titeln (Linde, adidas, SAP) hätten in diesem Zeitraum ein Kursplus geschafft.

Doch nicht nur die Trefferquote von lediglich 30% sorge für Ernüchterung. Auch der durchschnittliche Kursverlust von 1,36% der großen deutschen "blue chips" in den Sommermonaten müsse als Enttäuschung bezeichnet werden. Unter saisonalen Gesichtspunkten dürften die Bäume beim DAX - gemessen den Durchschnittsverläufen seiner Schwergewichte - in naher Zukunft also nicht in den Himmel wachsen. Unter Risikogesichtspunkten sei zudem auffällig, dass bis auf eine Ausnahme (adidas) das schlechteste Jahr größere Kursverluste gebracht habe als das beste Jahr den deutschen Schwergewichten an Kursgewinnen beschert habe. Mit anderen Worten: Die Gefahr negativer Überraschungen sei in den heißen Sommermonaten gegeben. Interessant sei neben der Analyse der Gesamttrefferquote von 30% noch die Betrachtung der Einzeljahre bei der "Top Ten" der deutschen Börsenliga. Eine Trefferquote von nahezu 50:50 sei angesichts der zugrunde liegenden Haussetendenz seit Beginn des Jahrtausends kein überzeugendes Resultat. Saisonaler Rückenwind sehe definitiv anders aus! Ein Grund mehr die 200-Tage-Linie beim DAX unbedingt zu verteidigen. (11.06.2018/ac/a/m)



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