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DAX: US-Berichtssaison wirft Schatten voraus


10.07.2018 - 09:08:48 Uhr
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Nach der am 28.06. begonnenen Erholungsbewegung machen sich beim DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) zunächst Ermüdungserscheinungen breit, so die Analysten der Helaba.

Diese seien durch den am Freitag ausgebildeten, so genannten "hanging man" (eine Kerze mit Wendecharakter) augenscheinlich geworden. Hinzu komme, dass der Index gestern an der 21-Tagelinie gescheitert sei. Insgesamt spiele der Handelsstreit, insbesondere zwischen den USA und China eine zentrale Rolle. Einerseits habe US-Präsident Trump zuletzt gedroht, dass die Zölle auf ein Gesamtvolumen von 500 Mrd. USD ausgedehnt werden könnten, andererseits würden sich bereits erste Auswirkungen zeigen. BMW (ISIN: DE0005190003, WKN: 519000) plane wegen höherer China-Einfuhrzölle (auf US-Autos) die Preise in der Volksrepublik anzuheben. Die für den China-Markt relevanten X3 bis X6-Modelle würden von BMW in den USA gefertigt und seien damit betroffen. Aber nicht allein die Autobauer sondern die gesamte deutsche Wirtschaft spüre die Auswirkungen.

Auf den "hanging man" vom Freitag sei gestern erneut eine derartige Tageskerze gefolgt. Mit deren Hoch sei die 21-Tagelinie (12.558) um zwei Punkte übertroffen worden bevor sich der Index auf Schlusskursbasis wieder leicht von dieser nach unten entfernt habe. Häufig stelle der Bereich des genannten Durchschnitts das Target innerhalb einer Korrekturbewegung dar. Es werde spannend zu sehen sein, ob dies aktuell auch der Fall sein werde, zumal die relativ schwachen Handelsumsätze von gestern ein derzeit unterdurchschnittliches Momentum signalisieren würden. Gleichzeitig hätten verschiedene Oszillatoren begonnen, Richtung Süden zu drehen. Ob der DAX in der Lage sein werde, den 200-Tage-EMA (12.596) zu überwinden, sei fraglich. (10.07.2018/ac/a/m)



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