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DAX (Tageschart): Dividendensaison als Wendepunkt? Chartanalyse


18.04.2019 - 09:16:49 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Ostern rückt mit großen Schritten näher - und damit für 2019 auch das Ende der saisonal günstigen Phase des Winterhalbjahres, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Selbst aus wissenschaftlicher Sicht sei das als "Halloween-Effekt" bekannte Phänomen gut erforscht, wonach die Wertentwicklung an den Börsen von November bis April deutlich besser als im restlichen Jahr ausfalle. Die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt hätten an dieser Stelle genau wissen wollen, ob die Hochphase der Dividendensaison auch bei den deutschen Standardwerten eine wichtige Gezeitenwende darstelle. Dazu hätten sie die Entwicklung der zehn DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) -Schwergewichte - von SAP (ISIN: DE0007164600, WKN: 716460, Ticker-Symbol: SAP, Nasdaq OTC-Symbol: SAPGF) bis Munich Re (ISIN: DE0008430026, WKN: 843002, Ticker-Symbol: MUV2, Nasdaq OTC-Symbol: MURGF) - im Zeitraum vom 1. Mai bis 30. September in diesem Jahrtausend herangezogen. Von den zehn größten deutschen "blue chips" hätten nur zwei (adidas (ISIN: DE000A1EWWW0, WKN: A1EWWW, Ticker-Symbol: ADS, NASDAQ OTC-Symbol: ADDDF) und SAP) seit dem Jahr 2000 in besagtem Zeitraum ein Kursplus geschafft. Im Durchschnitt hätten die Schwergewichte sogar Kursabschläge von -3,01% hinnehmen müssen. Rein durch die Performancebrille betrachtet, stünden Investoren also vor einer herausfordernden Marktphase. In die gleiche Kerbe würden aktuell verschiedene Risikobetrachtungen schlagen.

Die Trefferquote - also die Wahrscheinlichkeit für steigende Notierungen - in der saisonal schwierigen Phase von Mai bis Ende September liege lediglich bei 48%. Mit anderen Worten: Hätten Anleger in jedem Jahr seit 2000 in die zehn DAX-Schwergewichte investiert, wären trotz des zugrundeliegenden Bullenmarktes in 52% aller Fälle Kursverluste angefallen. Das jetzt unter saisonalen Gesichtspunkten zunehmende Risiko spiegele sich allerdings noch in einer anderen Betrachtung wider. Für sieben der zehn größten DAX-Werte übersteige der größte Verlust im Betrachtungszeitraum den größten Gewinn, d. h. Anleger könnten im negativen Fall mehr verlieren als es im besten Fall zu gewinnen gebe. Nicht nur die Trefferquote sei schlecht, sondern die Gefahr eines großen Kursverlustes nehme ebenfalls deutlich zu. Für den einzigen Lichtblick im Untersuchungszeitraum sorge die Periode von Ende Juni bis Ende Juli, die beim DAX - aber auch bei vielen Schwergewichten - von einer Erholungsbewegung geprägt sei. Bleibe die Frage, welche Titel die saisonal schwierige Phase über die Sommermonate am besten meistern würden. Eher defensive Papiere - wie Beiersdorf (ISIN: DE0005200000, WKN: 520000, Ticker-Symbol: BEI, Nasdaq OTC-Symbol: BDRFF), FMC (ISIN: DE0005785802, WKN: 578580, Ticker-Symbol: FME, NASDAQ OTC-Symbol: FMCQF), Henkel (ISIN: DE0006048432, WKN: 604843, Ticker-Symbol: HEN3, Nasdaq OTC-Symbol: HENOF) - seien in den letzten knapp 20 Jahren gut durch die herausfordernden fünf Monate von Mai bis Ende September gekommen. (18.04.2019/ac/a/m)



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