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DAX (Tageschart): Glättungslinien als Risikoindikator - Chartanalyse


13.01.2020 - 10:03:40 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Den meisten Anlegern sind gleitende Durchschnitte vor allem als trendfolgende Indikatoren ein Begriff, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt im Kommentar zum DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900).

Ganz im Sinne der Lehrbücher der Technischen Analyse würden Glättungslinien dazu dienen, die Marktbewegung einzuordnen. Liege der Kurs des betrachteten Basiswertes über dem Durchschnitt, so würden technisch motivierte Anleger von einem Aufwärtstrend ausgehen. Notiere das betrachtete Underlying indes unterhalb der Glättungslinie, würden Investoren spiegelbildlich einen fallenden Marktverlauf (Baissetrend) unterstellen. Soviel zur Lehrbuchmeinung.

Die heutige Ausgabe des "Daily Trading" würden die Analysten nutzen wollen, um eine weitere Dimension von gleitenden Durchschnitten aufzuzeigen: Nämlich die als Risikoindikator. Als Ausgangspunkt würden sie dazu die 15 größten DAX-Tagesverluste der letzten Dekade wählen. 14 der 15 größten Rückschläge seit Januar 2010 seien beim DAX erfolgt, wenn die deutschen Standardwerte unterhalb ihrer Glättungslinie der letzten 200 Tage notiert hätten. Die Daten der letzten zehn Jahre würden also den Schluss nahe legen, dass die Rückschlaggefahren am Aktienmarkt deutlich ansteigen würden, wenn ein Aktienbarometer unterhalb der meistbeachteten Glättungslinie notiere. Die Gefahr des Auftretens eines "schwarzen Schwans" nehme dann spürbar zu.

Diese Vermutung möchten die Analysten im nächsten Schritt anhand verschiedener Risikokennziffern überprüfen. Dazu würden sie sogar die DAX-Historie seit 1989 heranziehen. Grundsätzlich sei zu sagen, dass die Volatilität deutlich zunehme, wenn sich der Kurs unterhalb des gleitenden Durchschnitts befinde. Im Vergleich zum Buy-and-Hold-Investment bringe ein Engagement in den DAX lediglich in Aufwärtsphase eine deutliche Reduktion der Standardabweichung. Die Wahl der Periodenlänge oder die Verwendung eines einfachen bzw. eines exponentiell gewichteten Durchschnitts besitze dabei keinen maßgeblichen Einfluss. Schließlich falle die Standardabweichung je nach Parametereinstellung des gleitenden Durchschnitts um rund 5%-Punkte im Vergleich zum DAX-Investment über die letzten 30 Jahre.

Als Zwischenfazit könnten Anleger deshalb festhalten: Zur Reduzierung der Volatilität sei es wichtiger irgendeine Glättungslinie als Trendfilter heranzuziehen als einen übermäßigen Aufwand zur Parameteroptimierung zu betreiben. Eine andere Risikokennziffer stelle die Anzahl Handelstage mit einem Kursverlust von mehr als 5% dar. Solche plötzlichen Kurseinbrüche seien für Investoren stets mit einembesonderen Stressmoment verbunden.

Während Anleger beim DAX seit 1989 alle 235 Tage einen besonders schwachen Handelstag mit einem Kursabschlag von mindestens -5% hätten verkraften müssen, lasse sich ein solcher "worst case" unter Berücksichtigung der verschiedenen Glättungslinien deutlich verlängern. Je nach Periodenlänge und Berechnungsmethode des Durchschnitts müssten Anleger mit Engagement ausschließlich in Aufwärtsphasen nur alle gut 1.000 Handelstage mit einem solchen Kurseinbruch rechnen. Salopp formuliert ereile einen Anleger, der in den vergangenen 30 Jahren dauerhaft am deutschen Aktienmarkt investiert gewesen sei, einmal im Jahr ein Kursverlust von mehr 5%. Bei Investitionen oberhalb der Glättungslinie lasse sich dieser Zeitraum vervierfachen.

Als letztes Kriterium möchten die Analysten die durchschnittliche Tagesrendite heranziehen. Seit 1989 habe der DAX pro Tag um 0,0385% zulegen können. Bei Verwendung eines Trendfilters steige die durchschnittliche Tagesrendite - je nach Periodenlänge und Berechnungsmethode - auf 0,0414% bis 0,0495%. Die Verwendung von Glättungslinien als Entscheidungskriterium einer Investition reduziere nicht nur das Risiko, sondern steigere als Sahnehäubchen sogar auch die Rendite. Gleitende Durchschnitte seien deshalb so viel mehr als "nur" trendfolgende Indikatoren. (13.01.2020/ac/a/m)




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