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DAX: Mysterium Kurslücke


14.01.2020 - 09:31:08 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Angefangen von der weitverbreiteten Ansicht, dass früher oder später jedes Gap geschlossenen wird, ranken sich viele Halbwahrheiten um das Thema "Kurslücken", so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Anhand einer statistischen Auswertung des DAX® (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) im Zeitraum Dezember 1993 bis Mai 2019 hätten sich die Analysten auf die Spur dieses Mysteriums begeben. Ziel sei es etwas Licht ins Dunkel zu bringen - nicht mehr und nicht weniger. In ihren Analysen im "HSBC Daily Trading" würden die Analysten häufig auf Gaps abstellen, welche per Tagesschlusskurs offen bleiben würden. Damit möchten sie die wirklich relevanten Kurslücken herausfiltern. Würden Investoren diesen harten Maßstab anlegen, dann seien Kurslücken durchaus ein seltenes Phänomen. Schließlich sei es in den vergangenen gut 25 Jahren - nach dieser strengen Definition - zu 432 Aufwärts- bzw. 274 Abwärtskurslücken gekommen. Bei insgesamt 6.435 betrachteten Handelstagen würden also lediglich in gut 10% aller Fälle ein Bereich ohne Kursnotation auftreten. Die größere Häufigkeit an Aufwärtsgaps sei vermutlich dem zugrunde liegenden Basisaufwärtstrend der deutschen Standardwerte geschuldet.

Für einen absoluten Paukenschlag sorge die nächste Erkenntnis: Ein Longengagement vom Eröffnungs- bis zum Schlusskurs an jedem Handelstag seit 1993 besitze einen negativen Erwartungswert! Mit anderen Worten: Trotz des beschriebenen Haussetrends hätten Anleger mit dem "intraday-Longinvestment" während der letzten 25 Jahre Kapital vernichtet. Im Zeitablauf würden sich die Verluste auf über 50% summieren, d.h. Investoren würden heute über weniger als die Hälfte des Ausgangskapitals verfügen. Um ihre "harte" Gap-Definition statistisch zu überprüfen, hätten die Analysten die weitere Wertentwicklung 1, 5 bzw. 10 Tage nach dem Offenbleiben der entsprechenden Kurslücke untersucht. Im Fall des Aufwärtsgaps komme es kurzfristig oftmals zu einer Bewegung entgegen der Gap-Richtung, ehe sich nach fünf und zehn Tagen eine Fortsetzung der konstruktiven Entwicklung einstelle. Im negativen Fall würden Anleger nur bei der kürzesten Haltedauer von einem Tag von einem Shortengagement in Richtung der Abwärtskurslücke profitieren. Dazu passe, dass im Anschluss an ein Gap nach unten, häufig noch eine weitere Verkaufswelle folge, ehe ein neues Marktgleichgewicht gefunden werde. Bei einer Haltedauer von fünf bzw. zehn Tagen scheine dagegen der Basisaufwärtstrend der dominierende Faktor zu sein.

Im letzten Schritt möchten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt eine Gap-Handelsstrategie vorstellen. Eröffne der DAX® höher als am Vortag (Open > High(t-1)), werde eine Longposition mit einem Stopp auf Basis des Vortageshochs eingegangen. Spiegelbildlich würden sich Anleger auf der Shortseite positionieren, wenn die deutschen Standardwerte unter dem Tief der Vorperiode eröffnen würden. Die Engagements würden jeweils nur bis zum Stop-Loss bzw. bis zum Schlusskurs gehalten. Insgesamt komme es zu 1.963 Signalen - 1.212 auf der Long- und 751 auf der Shortseite. Per Saldo seien Anleger also an gut 30% aller Handelstage investiert. Dabei würden die Aufwärtsgaps eine durchschnittliche Rendite von 0,15% bringen, die Kurslücken nach unten würden im Durchschnitt sogar mit 0,17%"rentieren". In beiden Fällen erweise sich die Strategie demnach als robust.

Am Eindrucksvollsten sei aber sicherlich eine andere Kennziffer. Mit der kombinierten Long-/Short-Strategie hätten Investoren bei einer Haltedauer von einem Tag 15.464 DAX®-Punkte verdient. Zum Vergleich dazu habe das DAX®-Buy-and-hold-Investment lediglich um 9.781 Punkte zulegen können. Die Benchmark werde also deutlich geschlagen und das, obwohl Anleger mit unserem Gap-Handelsansatz an knapp 70% aller Handelstage gar nicht investiert seien. (14.01.2020/ac/a/m)




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