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USA: Auf den zweiten Blick gute Arbeitsmarktzahlen!


06.07.2018 - 15:26:43 Uhr
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Heute sind in den USA aktuelle Zahlen zur Lage am Arbeitsmarkt veröffentlicht worden, so die Analysten der NORD LB.

Im Berichtsmonat Juni habe der Beschäftigungsaufbau 213.000 Personen betragen. Die neugeschaffenen Stellen in den beiden Vormonaten seien um 37.000 nach oben revidiert worden, so dass in der Summe der Stellenzuwachs über den Erwartungen gelegen habe. Die Arbeitslosenquote dagegen habe etwas unerwartet auf 4,0% angezogen. Der Lohnzuwachs habe 0,2% M/M betragen.

An genau dem Tag, an dem US-Präsident Trump mit dem Wirksamwerden neuer US-Zölle die bisher größte Keule im Handelskonflikt heraushole und das Risiko für eine zukünftige globale Wirtschaftsabschwächung erhöhe, würden US-Arbeitsmarktzahlen präsentiert, die noch einmal einen eindrucksvollen Beschäftigungsaufbau im Land der unbegrenzten Möglichkeiten belegen würden. Dass sich die Möglichkeiten für dieses Land allerdings perspektivisch durch die "Selbstkastrierung" über die Erhebung von Zöllen verringern würden, gelte unter Volkswirten als ziemlich wahrscheinlich. Insofern würden die Analysten der NORD LB noch einmal die guten Zahlen vom Arbeitsmarkt genießen, solange es sie gebe!

Die gestiegene Arbeitslosenquote sei nur auf dem ersten Blick unerfreulich: Tatsächlich sei dies dem deutlichen Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen geschuldet, was positiv zu sehen sei, da es ein Beleg für die gute Verfassung auf dem Arbeitsmarkt sei. Mit dem überraschend deutlichen Beschäftigungsaufbau und trotz des Anziehens der Arbeitslosenquote könne deswegen von einer guten Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt gesprochen werden. Die gestrigen etwas enttäuschend ausgefallenen ADP-Beschäftigungsdaten hätten zuletzt die Flüsterschätzungen etwas gedrückt, so dass die heutigen Zahlen sogar nochmals etwas positiver als erwartet zu bezeichnen seien. Der Jobaufbau unterstütze den Konsum - die Konjunkturlokomotive bleibe unter Dampf!

Ein besonderer Blick sollte auf die Löhne geworfen werden: Der Lohnanstieg von 0,2% M/M sorge für eine konstante Jahresrate von 2,7%. Der Auftrieb präsentiere sich damit etwas weniger dynamisch als erwartet. Aktuelle Zahlen zur generellen Preisentwicklung werde es bereits in der kommenden Woche geben und die Analysten der NORD LB würden von einer Inflationsrate im Juni von 2,9% Y/Y ausgehen. Zusammen mit einer zu erwartenden Kernrate von 2,3% Y/Y nehme der Preisdruck also tatsächlich zu.

Für die Geldpolitik der Federal Reserve würden die Zahlen und das Umfeld zunächst (noch) bedeuten, dass die behutsame Normalisierung des Zinsniveaus fortgesetzt werde. Die US-Jobmaschine bleibe intakt. Der Lohnanstieg setze sich fort. Die Federal Reserve werde somit im 2. Halbjahr erneut agieren. Ob es in 2018 tatsächlich noch zu zwei weiteren Zinsanhebungen komme, hänge davon ab, ob die Konjunktur- und Inflationszahlen auch in den Herbstmonaten weiter so robust ausfallen würden und ob die aktuellen politischen Handelsstreitigkeiten Auswirkungen auf Konsum- und Investitionsbereitschaft haben würden.

Am Tag, an dem mit neuen Handelszöllen eine "nasse Decke der Unsicherheit" auf die globale Wirtschaftsentwicklung gelegt worden sei, habe der US-Arbeitsmarktbericht wieder bestätigt, dass die Jobmaschine rund laufe. Die guten Zahlen würden nicht nur eine hohe Zuversicht der Unternehmen belegen, sondern würden auch eine fortgesetzte starke Konsumnachfrage erwarten lassen. Dieses erfreuliche Gemisch werde die Federal Reserve als Argument heranziehen, in Zukunft weitere Zinsanhebungen vorzunehmen. Ob es in 2018 noch zwei Zinsschritte geben werde, hänge vor allem von den zukünftigen Daten ab. Hierbei würden insbesondere die Vertrauensumfragen unter Unternehmen und Konsumenten als Frühindikatoren für die handelspolitischen Verwerfungen eine wichtige Rolle spielen. Eine Verunsicherung unter Investoren oder Verbrauchern könnte ein Abwarten der FED durchaus bewirken. (06.07.2018/ac/a/m)




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