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Bund-Future: Risiken noch nicht gebannt


09.09.2019 - 10:37:52 Uhr
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Krisenthemen wie "Brexit", Italien oder Handelskonflikt haben etwas an Einfluss verloren und mit der insgesamt erhöhten Risikobereitschaft sollte sich das Erholungspotenzial der Bundesanleihen in Grenzen halten, so Ulrich Wortberg, CEFA bei der Helaba.

Impulse gebe es zudem nicht, denn im Vorfeld der EZB-Ratssitzung am Donnerstag stünden keine wichtigen Datenveröffentlichungen im Kalender. Das technische Bild des Bund-Future (ISIN DE0009652644/ WKN 965264) sei getrübt. Neben der Ausbildung einer Doppeltop-Formation würden die quantitativen Indikatoren auf nachgebende Notierungen schließen lassen. Unterstützungen seien bei 174,14 und 173,68 zu finden, Widerstände würden die Analysten der Helaba an der 21-Tagelinie bei 175,67 und bei 176,16 lokalisieren. Die Trading-Range liege bei 174,60 bis 174,70.

In dieser Woche sei das Angebot am EWU-Primärmarkt überschaubar. Die Niederlande würden morgen eine konventionelle Anleihe um knapp 1,5 Mrd. EUR erweitern und Deutschland stocke ein inflationsgeschütztes Papier mit Fälligkeit April 2046 um 0,5 Mrd. EUR auf. Ein größeres Angebot gebe es am Donnerstag in Italien. Zuletzt seien die Sorgen vor einer globalen Rezession etwas gesunken. Zudem sei ein "No-Deal-Brexit" vorerst abgewendet und auch Italien stehe nicht mehr im Fokus. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht eines hohen Angebots ultralanger Anleihen in der letzten Woche sei die Verflachung der Bundkurve zu einem Ende gekommen. Vielmehr sei es zu einer Korrektur gekommen, wobei insbesondere die Renditedifferenz zwischen 30- und 10-jährigen Bundesanleihen deutlich gestiegen sei - in den letzten Handelstagen um etwa 10 auf 54 Basispunkte. (09.09.2019/alc/a/a)



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