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Rohstoffe: Jahresausblick Teil 2


09.01.2019 - 11:00:02 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Grundsätzlich ähnlich und doch ein wenig anders im Vergleich zu Gold stellt sich die charttechnische Ausgangslage für den Silberpreis-Future dar, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Die Analysten würden auch hier mit der Analyse der vermeintlich höchsten aller Zeitebenen starten: Dem Jahreschart. Analog zum Goldpreis lägen auch hier zwei Innenstäbe die Folge vor, d.h. die Kursaktivität der letzten beiden Jahre vollziehe sich vollständig innerhalb der High-Low-Spanne von 2016. Aufgelöst wären die angeführten "inside years" entweder bei einem Spurt über das jüngste Jahreshoch bei 17,71 USD oder aber bei einem Abgleiten unter das 2018er Tief bei 13,86 USD.

Die zuletzt genannte Marke führt uns zum großen Unterschied im Vergleich zum "großen Bruder", so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Anders als beim Gold lägen keine deckungsgleichen Jahreshochs, sondern eher nahezu identische Jahrestiefs vor. So seien die letzten 12-Monats-Lows jeweils im Dunstkreis der Marke von 14 USD ausgeprägt worden. In drei der letzten vier Jahre sei die Spanne, in der sich die Jahrestiefs ausgebildet hätten, sogar auf 13,86 USD zu 13,64 USD eingeengt worden. Um den Stabilisierungsversuch der letzten Jahre nicht leichtfertig zu verspielen, gelte es deshalb diese Schlüsselzone unbedingt zu verteidigen. Auf Basis der letzten Jahrestiefs könnten Anleger somit ihren strategischen Stopp platzieren.

Was an dieser Stelle auf dem Spiel stehe, unterstreiche der Monatschart des Silberpreises. Verschiedene alte Hoch- und Tiefpunkte bei rund 14,75 USD sowie der Korrekturtrend seit dem zyklischen Hoch vom April 2011 (akt. bei 14,26 USD) würden gegenwärtig eine wichtige Kreuzunterstützung bilden. Besonders ein nachhaltiger Rückfall in diesen Baissetrend würde für eine charttechnische Breitseite sorgen, welche im nächsten Schritt dann auch die oben genannten Jahrestiefs unter Druck setzen dürfte. Auf der Oberseite würden indes die letzten drei Monatshochs ins Auge fallen, die jeweils innerhalb einer engen Range zwischen 14,72 USD und 14,91 USD ausgeprägt worden seien. Die Bedeutung dieser Marken werde zusätzlich durch die 76,4%-Korrektur der gesamten Aufwärtsbewegung von 2001 bis 2011 (14,77 USD) sowie das Tief vom Juli 2017 (14,86 USD) untermauert.

Ein Sprung über diese Hürden liefere ein erstes Indiz dafür, dass sich das Edelmetall von dem beschriebenen alten Baissetrend absetzen könne. Danach sei das Barrierenbündel aus den Glättungslinien der letzten 200 bzw. 38 Monate (akt. bei 16,32/16,47 USD) und dem Abwärtstrend seit Sommer 2016 (akt. bei 16,44 USD) beachtenswert. Das Szenario einer "großen Bodenbildung" gewinne bei einer Rückeroberung dieser Marken deutlich an Konturen.

Abgeschlossen sei die große untere Umkehr allerdings erst bei einem Spurt über das Hoch vom Sommer 2016 bei 21,11 USD. Das wäre dann der ganz große Befreiungsschlag! Risiken auf der Unterseite und Chancen nach oben lägen also derzeit beim Silberpreis dicht beieinander. Eine solche "enge Kiste" habe für Trader aber regelmäßig den Charme, dass enge Absicherungen attraktive Chance-Risiko-Verhältnisse gewährleisten würden.

Die relative Attraktivität des Silberpreises spiegele der Ratio-Chart im Vergleich zum Gold wider. Um eine Unze Gold kaufen zu können, müssten Anleger inzwischen 85 Unzen Silber aufwenden. Dies entspreche nicht nur dem höchsten Niveau seit Mitte der 1990er Jahre, sondern Notierungen in dieser Region hätten sich in der Vergangenheit oftmals als obere Wendepunkte erwiesen. Die Phase der Underperformance des Silberpreises besitze also einen hohen Reifegrad - auch hier sei 2019 ein Comeback möglich. Aus charttechnischer Sicht bedürfe es hierzu eines Bruchs der horizontalen Unterstützungen bei rund 80 sowie eines Bruchs des Anfang 2012 im Verhältnischart etablierten Haussetrends (akt. bei 79). Erfahrungsgemäß falle eine solche für Silber positive Weichenstellung in einer generellen Edelmetallhausse leichter.

In solchen Aufschwungsphasen stelle der Silberpreis dann oftmals das "gehebelte Derivat" auf den Goldpreis dar. Das sei die perfekte Überleitung zu den Goldminentiteln, für die sicher ähnliches gelte. Auch der Philadelphia Gold/Silver-Index vollziehe gegenwärtig eine Gratwanderung. So versuche das Goldminenbarometer auf Basis des 2008er Tiefs bei 64 Punkten eine Stabilisierung. Festmachen könnten Investoren dies an den kleinen Körpern der letzten Monate. Solange das Jahrestief von 2018 (61 Punkte) nicht unterschritten werde, könnten Anleger deshalb auf eine technische Gegenbewegung hoffen.

Wirklich auf "Grün" springe die Börsenampel für den Philadelphia Gold/Silver-Index allerdings erst, wenn der Kumulationswiderstand bei rund 80 Punkten überwunden werde. Hier falle die 38-Monats-Linie (akt. bei 79 Punkten) mit diversen horizontalen Barrieren bei rund 80 Punkten sowie dem Baissetrend seit September 2011 (akt. bei 83 Punkten) zusammen. Gelinge der Befreiungsschlag, könne die Kursentwicklung seit dem Jahr 2016 als zeitlich ausgedehnte Korrekturflagge interpretiert werden, was perspektivisch dann auch eine langfristige Bodenbildung deutlich realistischer erscheinen ließe. Bei den Goldminentiteln handle es sich um einen Chart mit positivem Überraschungspotenzial.

Apropos Überraschungspotenzial: Die Herausforderungen auf der Aktienseite haben wir ausführlich zu Beginn unseres Jahresausblicks dargelegt, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Deshalb komme dem Ratio-Chart zwischen dem Goldpreis und dem Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) eine Schlüsselrolle zu. Seit August 2011 würden die US-Standardwerte deutlich besser als der Goldpreis laufen. Nachdem im Verlauf des vergangenen Jahres im Verhältnischart ein wichtiges Widerstandsniveau (rund 22) ausgelotet worden sei, wackele nun der Haussetrend der letzten siebeneinhalb Jahre (akt. bei 20). Die "Probleme" der Assetklasse "Aktien" im Vergleich zum Gold würden durch die negative Divergenz im Verlauf des RSI bzw. den Bruch eines Indikatoraufwärtstrends zusätzlich vergrößert. Beide Phänomene würden signalisieren, dass der Trend "pro Aktien, contra Gold" einen hohen Reifegrad besitze.

Im Verlauf des Jahres 2019 würden die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt hier einen Trendbruch für wahrscheinlich halten. Diese Weichenstellung würde die relative Attraktivität von Gold im Vergleich zum Dow Jones offen zu Tage treten lassen - und das obwohl die US-Standardwerte mit den härtesten (Aktien-)maßstab darstellen würden, den Anleger heranziehen könnten. Liegen wir mit unserer These des Trendbruchs im Ratio-Chart richtig, dann dürfte der "sichere Hafen" Gold 2019 in besonderer Weise gefragt sein, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Den Übergang zur Rohstoffseite würden die Analysten mit der Analyse des Ölpreises vollziehen. Nachdem die US-Ölsorte "WTI" bis Anfang Oktober das Kursziel aus der in den letzten beiden Jahresausblicken beschriebenen inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollständig ausgeschöpft habe, sei es im letzten Quartal zu einer dramatischen Trendwende gekommen. Eine Serie von sieben roten Wochenkerzen in Folge sei alles andere als alltäglich.

Mittlerweile sei der Ölpreis kurzfristig aber zu stark gefallen. So habe beispielsweise der RSI zuletzt überverkauftes Terrain erreicht. Gleichzeitig bilde die Kombination aus der 200-Wochen-Linie (akt. bei 52,19 USD), der 50%-Korrektur des gesamten Aufwärtsimpulses von 2016 bis 2018 (51,48 USD) sowie der Nackenzone der eingangs erwähnten inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation (rd. 52/51 USD) eine massive Haltezone. Nur wenig darunter stehe mit der Kreuzunterstützung aus zwei verschiedenen Trendlinien (akt. bei 47,72/47,38 USD) der nächste Rückzugsbereich zur Verfügung. Andererseits stoße der Ölpreis im Bereich der alten horizontalen Hürden im Dunstkreis der Marke von 60 USD auf eine hartnäckige Widerstandszone. In diesen Grenzen dürfte sich der Ölpreis in den kommenden zwölf Monaten bewegen.

Im letzten Jahresausblick hätten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt erstmals eine Rubrik mit Charts eingeführt, welche aktuell in der breiten Investorenöffentlichkeit kaum eine Rolle spielen würden. Solche "vernachlässigte" Charts würden oftmals positives Überraschungspotenzial bieten. Der Prognosetreffer mit der Analyse des Strompreises 2018 ist uns für das neue Jahr Anspruch und Ansporn zugleich, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Ähnlich aus dem Schlaglicht sei aktuell der Gaspreis, wobei sich dieser zuletzt bereits wieder ein wenig ins Rampenlicht zurückgekämpft habe. Das liege am Bruch zweier Trendlinien: Neben dem Abwärtstrend seit Sommer 2007 sei auch das flachere Pendant seit Dezember 2016 zu den Akten gelegt worden. Dank der zuletzt angeführten Weichenstellung könne die Kursentwicklung der letzten Jahre als trendbestätigende Flagge interpretiert werden, wodurch eine große Bodenbildung wahrscheinlich werde. Für einen nachhaltigen Trendimpuls sprächen die zuletzt stark verengten Bollinger Bänder. Aus der Höhe der oben genannten Flagge ergebe sich ein Anschlusspotenzial bis gut 6 USD. Diese Zielmarke harmoniere bestens mit den Hochs von 2009, 2010 und 2014 bei 6,04/6,49 USD sowie dem 38,2%-Retracement des gesamten Abwärtsimpulses seit Sommer 2007 (6,23 USD). Deshalb biete der jüngste Rückschlag möglicherweise eine zweite Einstiegschance.

Im Hochsommer 2018 habe der Goldpreis den ehemaligen Baissetrend seit September 2011 (akt. bei 1.163 USD) nochmals zurückgetestet. Zusammen mit dem Jahrestief (1.160 USD) entstehe hier eine markante Kreuzunterstützung, die Anleger im neuen Jahr als strategischen Stopp heranziehen sollten. Dennoch gewinne eine Bodenbildung beim Edelmetall nun wieder deutlich an Konturen. Unter die Arme könnte dem Edelmetall dabei der Faktor "Saisonalität" greifen. Besonders ab dem Frühjahr sorge der typische Verlauf eines US-Vorwahljahres für Rückenwind.

Vor diesem Hintergrund würden die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt 2019 einen Anlauf auf die Nackenzone der beschriebenen Bodenbildung bei rund 1.370 USD erwarten. Die Kür in Form eines Spurts über diese Signalmarke würde die untere Umkehr der letzten Jahre abschließen und den Grundstein für ein nachhaltiges Gold-Comeback legen. Die Konstellation bei den Bollinger Bändern lasse eine größere Trendbewegung realistisch erscheinen. In unruhigen Zeiten kämen Anleger mit der Assetklasse "Gold" möglicherweise am besten durch die Herausforderungen des Jahres 2019. Wie in jedem Jahr gelte allerdings - frei nach Sepp Herberger: "Die nächste Prognose ist immer die Schwerste!" Deshalb würden die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt ihre Kernthesen im "Daily Trading"-Newsletter immer wieder kritisch überprüfen. (09.01.2019/ac/a/m)




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