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Gefahren & Risiken

oder die Frage: "Warum nicht sofort loslegen?"

Grundsätzlich unterliegt der Handel mit Wertpapieren gewissen Risiken. Das liegt in der Natur der Sache und ist auch durchaus so gewollt. Denn nur dort, wo ein Risiko besteht, kann ein Gewinn erzielt werden. Verluste sind somit keine "Schande", sondern gehören zum Handel dazu. Wichtig ist nur, dass man mehr gewinnt als verliert, um auch dauerhaft am Börsengeschehen patizipieren zu können.

Dieser Gefahren- und Risikohinweis soll Ihnen helfen, unnötige Risiken zu erkennen und zu umgehen.


1. Allgemeine Gefahren beim Handel mit Wertpapieren

Externe Gefahren

Marktschwankungen oder lange Trends können einen Wertverlust bedeuten, ohne dass die Gründe für den Anleger erkennbar sind.

Was oft vergessen wird: Auch Aktien können bishin zum Totalverlust an Wert verlieren. Selbst Indices (beispielsweise der Neue Markt-Index mit über 90 % Verlust) und sichergeglaubte DAX30-Titel (s. Deutsche Telekom mit über 85 % Verlust) waren 2000/2001 vor erheblichem Wertverlust nicht gefeit. Nicht zu vergessen der DAX, der über 50 % seines Hochs wieder abgegeben hat.

Nicht immer ist die Möglichkeit des Aussitzens gegeben. Das Beispiel Japan zeigt, dass dort seit über 10 Jahren keine Rückkehr zu alten Ständen möglich ist.


Interne Gefahren

Falsche Planung, unsystematisches und undiszipliniertes Vorgehen sowie ein falsches Kostenverhältnis zum angewandten Handel bzgl. Handelsgebühren und fixen Kosten (z. B. für Datenfeed) lassen die möglichen Gewinne schmilzen.


Persönliche Gefahren

Nicht zu vernachlässigen sind die Gefahren, die durch die Persönlichkeit des Traders selbst verursacht werden: die Gefahren durch die eigene Psyche.

Wer bereits aktiv gehandelt hat, kennt das Gefühl der Gier, wenn eine Position bereits in den Gewinn gelaufen ist. Auch das Gefühl der Hoffnung "ach, die kommen schon wieder, die müssen ja jetzt wieder steigen" ist weitbekannt. Traurigerweise schlägt gerade letzteres oft in das Gefühl der Angst um "die sind schon so weit gefallen, die kann ich nicht mehr verkaufen", mit der Sorge, so große Verluste nicht realisieren zu können.

Solche Emotionen beeinträchtigen den Handel nachhaltig und leider fast immer nachteilig.


2. Spezielle Gefahren im Handel mit Termingeschäften

Termingeschäfte zeichnen sich durch einen Verfall der Kontrakte zu einem bestimmten Termin aus. Das Wort Verfall sagt dabei nichts über den Wert des Kontraktes aus. Jedoch kommt es mit dem Verfall zwingend zur Abrechnung über Gewinn oder Verlust. Das Aussitzen wird damit unmöglich.

Unter bestimmten Bedingungen, die frei wählbar sind, gibt es die Möglichkeit, mehr als einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals zu erleiden. Das kann passieren, wenn man eine Lieferverpflichtung eingeht, die erfüllt werden muss. Möglich ist dies beim Schreiben, also dem Leerverkauf, von Optionen. Optiert der Käufer der Option auf Lieferung bzw. auf Abnahme, so ist dieses Geschäft zu erfüllen, was weit über den Totalverlust des Optionspreises hinausgehen kann. Es ist also unumgänglich zu wissen, was man macht!

Aufgrund der Hebelwirkung von Termingeschäften, besteht für den ungünstigen Fall der Bedarf einer höheren Handlungsgeschwindigkeit. Die Verluste laufen mitunter schneller als beim gewöhnlichen Handel von Anteilsscheinen.

Auch bei richtiger Einschätzung der Marktrichtung kann es durch fallenden Zeitwert (bis zum Verfall) und Wertverlust durch Änderung der Volatilität zu Verlusten kommen.


3. Lösungsmöglichkeiten

Kenntnis als Minimalvoraussetzung

Erster Schritt der Risikominimierung ist die Kenntnis der Märkte, der zu handelnen Papiere und deren Börsen. Nutzen Sie derivatecheck.de, besuchen Sie Seminare, lesen Sie Bücher, beschäftigen Sie sich mit den Märkten. Sie müssen sich die Systematik des Handels verinnerlichen. Ein Hilfsmittel dafür sind Papertrades, der gespielte Handel auf dem Blatt Papier. Ein realer Verlust ist damit nicht möglich. Wichtig: Selbstbetrug gilt nicht! Lieber zum eigenen Nachteil rechnen, die Realität ist meistens härter als man selbst.


Entwicklung von Strategien

Planen und regeln Sie Ihr Vorgehen, überdenken Sie, unter welchen Bedingungen Sie sich im Markt positionieren wollen. Entscheiden Sie sich nicht spontan und unüberlegt. Es ist fraglich, wie wenig Prozent der erfolgreichen Trader nur mit Bauchentscheidungen dauerhaft Geld verdient haben. Legen Sie vor dem Einstieg schon die Bedingungen für den Ausstieg fest. Suchen Sie sich ein sinnvolles Ziel und einen für Sie sinnvollen und verträglichen Verlust-Stop.

Weichen Sie nicht von den aufgestellten Regeln während eines Trades ab. Ihr Verlust ist durch den Stop begrenzt und kann somit nur die von Ihnen zugelassene Höhe erreichen. Hinterfragen und ändern Sie die Strategie lediglich, wenn Sie nicht im Markt plaziert sind. Erst dann sind Sie in der Lage, objektive Einschätzungen zu Ihrer Strategie vorzunehmen.


Kontrolle der eigenen Psyche

Die schwierigste Aufgabe: Lernen Sie sich selbst kennen. Prüfen Sie sich, wann und warum Sie von den eigenen Regeln und Strategien abgewichen sind. Ergreifen Sie Maßnahmen, die es Ihnen erleichtern, an Ihren Strategien und Regeln festzuhalten. Gegebenfalls werden Sie die Strategie ändern und auf Ihre Psyche anpassen müssen.

Um die eigene Psyche zu trainieren sind Papertrades übrigens nicht geeignet. Da es sich bewusst um unreale Gewinne und Verluste handelt, lässt sich die Psyche sehr leicht im Griff halten. Ganz anders beim Einsatz von echtem Geld.


Und noch was: Vergessen Sie den Traum, an der Börse spielend reich zu werden. Vorher gilt es konsequent (an sich) zu arbeiten, auch wenn die Arbeit in diesem Fall sehr viel Spaß machen kann.

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